Commit’n’run

Wer kennt es nicht: der Kollege hat kurz vor Feierabend sein Commit gemacht, und gleich im Anschluß den angesprochenen Feierabend durchgeführt. Nun leider funktionieren die ganzen Änderungen, die er in das System geschickt hat, nur auf seiner Umgebung, und damit hat er alle anderen Kollege bis zu seiner Rückkehr behindert!

Es gibt die gewagten Commit’n’run und die, die man aus Sport macht, bei diesem Spiel hatte ich mit Frank viel Spaß, und dieser Begriff hat sich schnell durchgesetzt.

Da ich auch ein leidenschaftlicher Läufer bin, passt dieser Name auch perfekt für meinen IT-Blog.

Seit ich zwölf oder dreizehn bin, hat mich die Programmierung immer fasziniert. Am Anfang war es mein Taschenrechner, in dem man mathematische Aufgaben wiederholen konnte, dann kam mein HP-28S, dann der Atari, mit dem ich vom Basic 1000d bis zum Assembler alles ausprobieren konnte.

Nach dem Abitur war es mir klar: Informatik wird mein Beruf, und um dieses Ziel zu erreichen, habe ich viele Hürden überwinden müssen, aber nie locker gelassen.

Nun, seit bald zwanzig Jahren bin ich Profi und habe schon vieles gesehen. Vieles, aber auch viel Wiederkehrendes.

Immer wieder werden die gleichen Fehler gemacht, denn eine neue Technologie erfordert eine neue Lernphase. Immer wieder wird das Rad neu erfunden, weil es einfacher ist, etwas Neues anzufangen als zu verstehen, warum das Vorhandene so funktioniert.

Immer wieder denkt man, dass man es besser machen kann als es früher war. Das stimmt auch teilweise. Die Möglichkeiten sind exponentiell gewachsen, funktionierende Frameworks stehen frei zur Verfügung. Ich bewege mich in einem Umfeld, wo es kaum Grenzen gibt.

Ein Lehrer hatte mal gesagt: „Ihr sollen euch darum bemühen, die Computerbedienung so intuitiv und einfach zu machen, dass er wie ein Fernseher bedient werden kann.“, Das waren die Zeiten, in denen der Fernseher mit zwei Knöpfen zu bedienen war. Leider wurde das Ziel verfehlt, sogar Fernseher sind quasi unbrauchbar geworden.

Die Digitalisierung hat die Menschheit fest im Griff, spätestens seit jeder ein Handy mit sich trägt. Alle Gegenstände werden immer „intelligenter“ (und wir dümmer?).

In diesem Blog will ich einfach einen Blick hinter die Kulissen verschaffen, es geht mir nicht darum, das Unerklärliche für alle klar zu machen, es geht mir auch nicht darum, ein How-To für werdende Informatiker zu schreiben.

Als ich vor drei Jahren mit meinem Läufer-Blog angefangen habe, wusste ich gar nicht, auf was ich mich einlasse. Jetzt weiß ich’s: es ist aus reinem Eigennutz.

Zum einem, eine Leidenschaft muß geteilt werden, zum anderen: ohne Schrift kein Gedächtnis.

In diesem Sinn viel Spaß beim Lesen, und nach dem Commit, ist so ein kleiner Lauf nicht immer eine Sünde!

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